Der Kindergarten ist von Montag bis Donnerstag von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Freitag von 6.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

6.00 Uhr bis 7.30 Uhr

Begrüßung und Aufnahme der Kinder

In dieser Zeit können sich die Kinder im Kindergartenbereich frei in den verschiedenen Themenbereichen bewegen. Je nach Wetterlage findet diese Zeit aber auch gerne im Garten statt. Gerade im Sommer genießen wir so, die frische und noch kühle Luft am Morgen.

7.30 Uhr bis 7.45 Uhr

Lieder- und Begrüßungskreis

Lieder, Singspiele, Gedichte, Fingerspiele und Bewegungsspiele gehören zum wichtigsten Kulturgut in unserem Kindergarten. Deshalb ist es uns wichtig, dass der Tag bei den Waisaspatzen damit beginnt und die Kinder so, ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln.

Auch die Gesundheitslehre nach Sebastian Kneipp rückt je nach Thema und Wetterlage hier in den Vordergrund. So nutzen wir diese Begegnung auch für Anwendungen wie „Morgentautreten“, Wassertreten, Bürstungen und andere Dinge die Körper und Geist beleben.

7.45 Uhr bis 07.55 Uhr

Vorbereitung des gemeinsamen Frühstücks innerhalb der einzelnen Gruppen

Zu all unseren Mahlzeiten verwenden wir Porzellangeschirr. Der Umgang mit dem zerbrechlichen Material schult die Achtsamkeit und den nachhaltigen Umgang. So entwickeln Kinder ein gesundes Gefahrenbewusstsein.

Auch das Obst und Gemüse wird weitgehend von den Kindern selbst zubereitet. Dabei wird auf eine saubere Verarbeitung und ästhetische Anordnung der Lebensmittel geachtet.

07.55 Uhr bis 08.15 Uhr

Frühstückszeit

Nachdem die Kinder den Tischdienst eingeteilt, die Tische eingedeckt,  die Getränke geholt und ihre Brotdosen ausgepackt haben, beginnt mit einem Tischspruch die eigentliche Frühstückszeit.

Alle Kinder die nach 08.00 Uhr kommen, sollten bitte schon gefrühstückt haben.

08.15 Uhr bis 08.30 Uhr

Nachbereitungen des Frühstücks

Jeder räumt seinen Platz selbstständig ab. Der Tischdienst wischt die Tische und trocknet sie anschließend mit einem Geschirrtuch. Der Tee und das Wasser werden aufgefüllt, sodass sich die Kinder je nach Bedarf im gesamten Tagesablauf selbstständig eingießen und trinken können.  Hände- und Mund werden gewaschen. Auch hier binden wir die Wasseranwendungen nach Kneipp wieder mit ein und lassen die Kinder anregende Armbäder oder Gesichtswaschungen genießen.

Toilettengänge werden dann gemacht, wenn sie nötig sind. D.h., wir gehen lediglich vor größeren Spaziergängen oder einem Aufenthalt im Freien, sowie vor der Mittagsruhe gemeinsam. Ansonsten entscheidet das Kind selbst.

08.30 Uhr bis 09.00 Uhr

Gruppeninterne Beschäftigungszeit

Rituell beginnt der Tag innerhalb der Gruppen mit dem gemeinsamen Morgenkreis am runden Läufer. Hier werden gemeinsame Vorhaben besprochen, vergangenes Reflektiert, Materialeinführungen nach Maria Montessori vertieft und Bildungsangebote durchgeführt.

Jahreszeiten, Monat, Tag und das Datum werden kurz besprochen, mit eingebunden und an den Holzkalendern eingestellt.

Dabei lassen sich die Erzieher von den Kindern und deren Interessen sowie aktuellen saisonalen Begebenheiten leiten. Gemeinsam werden Themen hier situationsorientiert und lebensbezogen erarbeitet und besprochen.

09.00 Uhr bis 10.00 Uhr

Freiarbeitszeit/ Freispielzeit

In dieser Zeit sind alle Gruppen- und Themenräume/ Bereiche für die Kindergartenkinder geöffnet.

Die Räume sind wie folgt eingeteilt:

Igelzimmer à Kosmos (Natur, Umwelt, Geographie und Biologie wird hier auf Kindergartenniveau spielerisch selbst oder begleitend erforscht)

Hasenzimmer à Sprache (Wortbilder, Sprachspiele, Reime, Silbenerkennung, Schreibübungen und natürlich das bewegliche Alphabeth stehen hier im Vordergrund)

Bienenzimmer à Mathematik (mit Hilfe verschiedenster Montessori Materialien

wird den Kindern der Grundstein des mathematischen Wissens greifbar gemacht)

Raum für Übungen des täglichen Lebens (Schüttübungen mit verschiedensten Materialien, Verschlussrahmen, Metall putzen, Geschirr spülen, Wäsche legen, Feinmotorische Übungen mit Zangen und Pinzetten, Schrauben drehen und Schleifen binden)

Unter dem Motto „Hilf mir es selbst zu tun“ werden die Kinder je nach eigenen Interessenfeldern und Entwicklungsstand selbst tätig. Die Erzieher sorgen für eine ästhetisch, geordnete, vorbereitete Umgebung und begleiten die Kinder dabei. Die Aufgaben werden spielerisch allein oder in Kleingruppen erledigt und die eigene Motivation des Kindes steht dabei besonders im Vordergrund.

Montessori setzte sich für die Gleichberechtigung von Kindern ein
Bei diesen Lernprozessen erweist sich der Lehrer als relevanter Ratgeber. Er stützt die Schüler, ordnet sie aber nicht seiner Person unter. Demnach bestehe die Aufgabe des Lehrkörpers darin, die Lernenden zur Unabhängigkeit zu erziehen.

„Der Lehrer muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“

„Der größte Erfolg eines Lehrers (Erziehers) ist es, sagen zu können, dass seine Schüler (Kinder) arbeiten, als wäre er nicht da.“

“Vorbereitete Umgebung” ist ein vielschichtiger, von den Bedürfnissen und dem Entwicklungsstand des Kindes wie auch von den gesellschaftlichen Bedingungen abhängiger Begriff. Das Kind benötigt seiner jeweiligen Entwicklungsstufe entsprechend eine andere Umgebung. Die vorbereitete Umgebung ist also nichts Starres, Gleichbleibendes, immer und überall Identisches, sondern etwas im höchsten Maße Flexibles und Unterschiedliches, das die Einfühlung, Kenntnis und Fantasie der PädagogInnen herausfordert.  QUELLE: Montessori Bayern

Je nach Situation und Anliegen der Kinder werden gegen 9.30 Uhr auch BaueckePuppenecke und Bewegungsraum geöffnet.

Weiterhin steht den Kindern während der gesamten Zeit auch der Kreativraum zur Verfügung.

Durch die Altersgemischten Gruppen lernen in unserem Kindergarten die Kleinen stets von den Großen. Auch die Kindergartenregeln, werden immer wieder besprochen und die Kinder achten auch gegenseitig auf die Einhaltung dieser. Die Erzieher sind in dieser Zeit „Beobachter, Läufer und Unterstützer“,  vor Allem aber setzen sie Impulse, führen das Kind ein Stück, um ihm dann entsprechenden Freiraum zu geben sich selbsttätig mit der Umgebung auseinander zu setzen.

10.00 Uhr bis 11.15 Uhr

Aufenthalt im Freien

Je nach Saison, Wetterlage und sonstigen Vorhaben verbringen wir diese Zeit immer draußen.

(außer es regnet oder schneit stark) 

Spaziergänge, Exkursionen, Wanderungen und Aufenthalte auf der Steingrübel sind dabei erste Wahl. Oftmals haben hier Kinder die Wahl. An manchen Tagen bleiben so einige Kinder im Garten, andere gehen mit auf die Steingrübel. Oder es werden verschiedene Routen angeboten. Bspw. Frau X. läuft „die Steingrübelrunde“, Frau Z. läuft die „Schneidmühlenrunde“.

Auch das Hexenwässerla oder die Fischteiche sind ein beliebtes Ausflugsziel.

11.30 Uhr- 11.50 Uhr

gemeinsames Mittagessen

Wie auch beim Frühstück, deckt sich jedes Kind seinen Platz ein.

Der Tischdienst holt das Essen in der Küche und alle tun sich selbst auf.

Mit dem Tischspruch beginnt das gemeinsame Mittagessen.

11.50 Uhr- 12.00 Uhr

Übergangsphase Vorbereitung Mittagsschlaf

Die Waisaspatzen räumen ihr  Geschirr auf. Dann gehen sie zur allgemeinen Körperpflege wie Toilettengang und Hände und Mund waschen über.

Jeder zieht sich um und bereitet sich auf den Mittagsschlaf vor.

Der Tischdienst geht außerdem seinen Aufgaben nach, säubert die Tische und bringt das Geschirr in die Küche.

12.00 Uhr-12.15 Uhr

Einleiten der Ruhephase

Nun werden Geschichten vorgelesen oder gehört, Lieder gesungen, Entspannungsmusik gehört, Entspannungs- und Traum- sowie Massagegeschichten erzählt oder Stilleübungen nach Maria Montessori mit den Kindern gemacht.

Mittagskinder können in dieser Zeit abgeholt werden

12.15 Uhr- 14.00 Uhr

Ruhezeit im gesamten Kindergarten

Bis 13.15 Uhr ruhen sich alle Kinder auf ihren Betten aus. Wer bis dahin nicht schläft, darf leise aufstehen, sich anziehen und sich in den Gruppenräumen der Hasen- und Igelgruppe in angemessener Lautstärke beschäftigen.

14.00 Uhr-14.30 Uhr

Übergangsphase zum Freispiel am Nachmittag

Die Kinder stehen nun alle gemeinsam auf und ziehen sich um. Die Betten werden gemacht und weggeräumt. Auch wird diese Zeit ebenfalls für Toilettengänge und zur Körperpflege inklusive Haare kämmen genutzt.

Das Vesper wird nach individuellem Bedürfnis draußen oder drin an den Tischen eingenommen. Bevor die Kinder zum Freispiel übergehen, sollten jedoch alle noch einmal getrunken haben.

14.30 Uhr -17.00 Uhr

Freispielphase/ Abholphase

Freiarbeitszeit/Freispiel in den Gruppenzimmern oder im Garten

16.00 Uhr/ 16.30 Uhr -17.00 Uhr Spätdienst

(Gruppen werden zusammen gelegt)